Responsible Disclosure
Sicherheit & verantwortungsvolle Meldungen
Stand: 1. September 2026 (Version 1.0). Diese Seite beschreibt, wie Sie uns Sicherheitslücken melden können und was Sie dabei von uns erwarten dürfen.
Wir begrüßen verantwortungsvolle Meldungen von Sicherheitsforscherinnen und -forschern. Wer eine Schwachstelle in unserer Plattform findet und uns vertraulich informiert, hilft mit, die Daten unserer Kundinnen und Kunden zu schützen. Für gutgläubige, an diese Regeln gehaltene Forschung sagen wir Ihnen einen fairen Umgang zu.
So melden Sie eine Schwachstelle
Bitte schreiben Sie uns mit einer nachvollziehbaren Beschreibung an unsere Sicherheitsadresse:
- Sicherheitskontakt
security@dipsitter.com
Hinweis: Ein Verschlüsselungsschlüssel (z. B. PGP) ist derzeit nicht hinterlegt; wenn Sie verschlüsselt melden möchten, weisen Sie in einer ersten kurzen Nachricht darauf hin.
Hilfreich für eine schnelle Bearbeitung sind: betroffene Komponente oder URL, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Reproduktion, die vermutete Auswirkung sowie – falls möglich – ein Beleg (Anfrage/Antwort, Screenshot, kurzer Mitschnitt). Sie können anonym oder unter Pseudonym melden.
Geltungsbereich (Scope)
Maßgeblich ist die Frage, ob eine gefundene Schwäche eine reale Sicherheitsgrenze überwindet. Unsere Plattform ist mandantenfähig; ein Bruch der Mandantentrennung ist der schwerste denkbare Fund.
| Im Geltungsbereich (In-Scope) | Nicht im Geltungsbereich (Out-of-Scope) |
|---|---|
| Die Plattform agent.dipsitter.de und die zugehörigen APIs | Denial of Service (DoS/DDoS), Lasttests, Volumen- oder Massen-Scans, Spam |
| Mandantenrelevante Schwachstellen (Trennung, Zugriffskontrolle, Datenzugriff) | Social Engineering, Phishing gegen Mitarbeitende, Kundinnen oder Kunden |
| Authentifizierung, Autorisierung, Sitzungs- und Kontosicherheit | Physischer Zugang, Angriffe auf Personen oder Räumlichkeiten |
| Server- und anwendungsseitige Sicherheitsfehler mit belegbarer Auswirkung | Reine Best-Practice-Hinweise ohne belegbare Auswirkung (z. B. fehlende Header, TLS-Notenlisten) |
| Die Website dipsitter.com (rein statisch – hier ist der Spielraum klein) | Fremd-Dienste und deren Infrastruktur: Stripe, Infomaniak, netcup, Strato u. a. |
Schwachstellen in eingebundenen Fremd-Diensten melden Sie bitte direkt bei deren Anbietern. Wenn eine solche Schwäche unsere Kundendaten betrifft, freuen wir uns dennoch über einen kurzen Hinweis.
Besonders relevante Schwachstellen
Diese Kategorien sind für uns von besonderer Bedeutung:
- Bruch der Mandanten-/Tenant-Isolation — ein Mandant erreicht Daten oder Funktionen eines anderen. Für uns die schwerwiegendste Kategorie.
- Fehler in Authentifizierung (AuthN) und Autorisierung (AuthZ), Rechteausweitung (Privilege Escalation), Übernahme fremder Konten (Account Takeover).
- Fehlende oder umgehbare Zugriffskontrolle in der API; Datenlecks; unsichere Dateizugriffe.
- Injection (SQL/Command), SSRF, Remote Code Execution.
- Offengelegte Geheimnisse (Secrets-Leaks) und sicherheitsrelevante Fehlkonfiguration.
- KI-/Agenten-spezifische Schwachstellen nur dann, wenn dabei eine echte Sicherheitsgrenze überschritten wird – etwa eine Prompt-Injection, die tatsächlich einen Zugriffs- oder Mandantengrenzübertritt bewirkt. Modellausgaben, die lediglich unerwünscht, unhöflich oder inhaltlich falsch sind, sind keine Sicherheitslücke.
Safe Harbor / Handeln in gutem Glauben
Halten Sie sich an diese Regeln und handeln Sie in gutem Glauben, betrachten wir Ihre Sicherheitsforschung als autorisiert und zulässig. Wir werden gegen Sie keine rechtlichen Schritte einleiten und keine Strafanzeige stellen, solange Sie im Rahmen dieser Regeln bleiben, Daten nicht schädigen und uns die Lücke unverzüglich und vertraulich melden. Kommen Sie bei Ihrer Forschung versehentlich mit fremden Daten in Berührung, stoppen Sie sofort und teilen Sie uns das mit.
Diese Zusage ist ein Grundsatzversprechen und ersetzt keine Rechtsberatung; sie kann Rechte Dritter nicht außer Kraft setzen. Sie gilt nur für die im Geltungsbereich genannten eigenen Systeme, nicht für Fremd-Dienste.
Regeln für Ihre Tests
- Nur eigene TestkontenVerwenden Sie ausschließlich Konten und Mandanten, die Ihnen selbst gehören. Greifen Sie nie auf fremde Konten oder fremde Daten zu.
- Fremde Daten unangetastet lassenFremde Daten dürfen nicht abgerufen, gespeichert, verändert, gelöscht oder veröffentlicht werden. Zum Beleg genügt der Nachweis, dass ein Zugriff möglich wäre.
- Kein DoS, keine ZerstörungKeine Lasttests, keine Datenzerstörung, keine automatisierten Massen-Scans, die den Betrieb stören.
- Betrieb nicht beeinträchtigenDer laufende Produktivbetrieb unserer Kundinnen und Kunden darf nicht gestört werden.
- Vertraulich bleibenVeröffentlichen Sie eine Lücke erst nach Absprache und nachdem sie behoben ist.
Was Sie von uns erwarten dürfen
Wir sind ein kleines Unternehmen und behandeln Meldungen sorgfältig durch Menschen. Als Anhaltspunkt – keine vertraglich zugesicherten Fristen:
- Eingangsbestätigung in der Regel binnen weniger Werktage.
- Eine erste inhaltliche Einschätzung, sobald wir die Meldung gesichtet und – wo nötig – nachgefragt haben.
- Kritische Funde behandeln wir vorrangig.
- Auf Wunsch halten wir Sie über den Stand der Behebung auf dem Laufenden.
Anerkennung und Prämien
Für qualifizierte, erstmalige und reproduzierbare Meldungen können wir eine Prämie zahlen. Als kleines Unternehmen arbeiten wir bewusst mit vorsichtigen Richtwert-Bandbreiten und entscheiden von Fall zu Fall – es besteht kein automatischer Anspruch auf eine Prämie in bestimmter Höhe.
| Schweregrad | Richtwert | Beispiel |
|---|---|---|
| Niedrig | Anerkennung bis ca. 50 € | Geringe Auswirkung, aufwändig auszunutzen |
| Mittel | ca. 50–150 € | Begrenzter Zugriff, klare Voraussetzungen |
| Hoch | ca. 150–500 € | Kontoübernahme, ernste Zugriffskontroll-Lücke |
| Kritisch | ca. 500–1.500 € | Bruch der Mandantentrennung, breiter Datenzugriff |
Die konkrete Höhe richtet sich nach Qualität der Meldung, tatsächlicher Auswirkung, Reproduzierbarkeit und Schweregrad. Die Endentscheidung trifft immer ein Mensch. Keine Prämie gibt es insbesondere für:
- Duplikate sowie bereits bekannte oder intern schon gemeldete Funde.
- Nicht reproduzierbare oder rein theoretische Funde ohne belegbare Auswirkung.
- Meldungen, die gegen die oben genannten Regeln verstoßen.
Auf Wunsch nennen wir Sie mit Ihrer Zustimmung namentlich in einer Danksagung (Hall of Fame). Ohne ausdrückliche Zustimmung erfolgt keine Nennung.
Kontakt
Fragen zu diesem Programm? Schreiben Sie an
security@dipsitter.com.
Die maschinenlesbaren Angaben nach
RFC 9116 finden Sie unter
/.well-known/security.txt.
Stand dieser Richtlinie: 1. September 2026, Version 1.0.